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"Der Gartenzaun des Deutschen ist unantastbar"

Zum Format A 1 montierte Fotokopien auf Verpackungskarton

Lustgarten, Berlin 8. November 1992

Eine phasenweise bis zur Hysterie gesteigerte Kampagne herrschender Politik und Medien gegen das Recht auf Asyl führte im Sommer 1992 zu dem Progrom in Rostock-Lichtenhagen. Zur Image-Reparatur startete daraufhin die Bundesregierung mit einer Massendemonstration in Berlin eine "Lichterketten"-Kampagne, deren Auftakt jedoch gründlich mißriet. Antirassistischen Gruppen kaperten mit vielsprachigen Transparenten, beissend satirischen Flugblättern, subversiver Überaffirmation und etwa 80 derartigen Demonstrationsschildern die Spitze der auf 300.000 TeilnehmerInnen? geschätzten Demonstration und entlarvten den Auftrieb vor den Augen der internationalen Öffentlichkeit als Heuchelei. Die Durchführung der Abschlußkundgebung im Lustgarten wurde durch massive Tomaten- und Eierwürfe und technische Sabotage verhindert.

Das offizielle Logo (unten rechts, handkoloriert) wurde durch Stacheldraht oder die Parole "enjoy Rassismus light" verfremdet.

 
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