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18.12.2010 im Mehringhof?

Robert Ulmer:

Über das Glück, als Arbeitskraft nicht gebraucht werden zu müssen

Arbeit macht krank und unglücklich, Arbeit vernichtet Lebenszeit und macht einsam. Besonders demütigend sind Arbeiten, die längst von Maschinen genauso gut oder sogar besser erledigt werden können. Schluss damit, endlich Feierabend! Menschen können und wollen als Arbeitskräfte immer überflüssiger werden. Übrig bleibt die Arbeit, die wir den noch nicht erfundenen Maschinen "wegnehmen". Wer sich den Luxus leistet und sich die Mühe macht, über diese Punkte nachzudenken, kann als Arbeitsloser - ohne schlechtes Gewissen - glücklich werden. Aber fehlt nicht die Anerkennung? Wollen wir nicht alle gebraucht werden? Angst macht uns die Erkenntnis, dass es keine höhere Notwendigkeit für unsere Existenz gibt, dass wir alle genauso gut nicht sein könnten. Vor diesem Schrecken rettet nur die zeitweilige Sicherheit, als Liebender, als Freund gebraucht zu werden, für einen anderen oder eine andere notwendig zu sein. Hier gibt es das Glück gebraucht zu werden. Aber es ist unverdient, von der Freiheit des anderen abhängig. Zweifellos: Menschen wollen nicht überflüssig, sie wollen wichtig sein, aber frei, auf Augenhöhe. Sie wollen nicht deklassiert, gefügig gemacht werden, und dann wie zum Hohn auch noch für ihre Arbeitsbereitschaft gelobt werden.

 
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