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Gruppe Internationale KommunistInnen, 03.10.2011 im Tristeza


Veranstaltung „Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk“

Die Rolle profeministischer Männer

Es nahmen ca. 30 Männer an der Veranstaltung als Zuhörer teil. Es gab allerdings keinen einzigen Redebeitrag eines Mannes. Nach der Veranstaltung gab es noch eine Diskussion über die Gründe. War diese Zurückhaltung, die ja in diesem Fall auch sehr positiv war, ein bewusstes Zurücknehmen und die Bereitschaft des Zuhörens? Dass dürfte ein wesentlicher Grund gewesen sein. Vielleicht fühlen sich auch Männer Angst in einer so deutlichen Minderheit sich zu Wort zu melden. Da könnte reflektiert werden, dass in der Regel sonst Frauen in dieser Minderheitenposition sind. So positiv bei dieser Veranstaltung das Schweigen der Männer war, so wichtig ist allerdings auch, dass sie sich auch selber positionieren müssen im Sinne einer profeministischen Politik. Damit wird deutlich, dass die Frage des Kampfes gegen das Patriarchat wie der Kampf gegen Kapitalismus und Rassismus eine Frage der gesellschaftlichen Positionierung ist. Auch Männer können sich profeministisch betätigen und gegen das Patriarchat kämpfen. Für sie bedeutet das aber eine ganz andere Auseinandersetzung mit dem Patriarchat als für Frauen und Transgender. Denn Männer sind im Patriarchat auf unterschiedliche Weise Profiteure. Wenn es eine neue feministische Organisierung im Sinne der Organisator_innen geben sollte, wäre auch die Formierung einer profeministischen Linie von Männern sinnvoll. Das würde bedeuten, dass sich auch Männer in solchen Debatten zu Wort melden.


 
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