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Pappmaché

Gruppe: Pappmaché

Pappmaché ist in Europa seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Zunächst wurde es zur Herstellung religiöser Plastiken verwendet. In Mexiko und Lateinamerika wird es seit langem verwendet, um Piñatas herzustellen. Weitere Verwendung fand das Pappmaché auch in der Fertigung der päpstlichen Tiaras.

Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken, Skulpturen oder Masken gestalten lassen.²

Teilweise werden weitere Zuschlagstoffe, wie Kreide oder Ton, zugesetzt. Als Papiermaché wird mitunter auch (aber fälschlicherweise) ein schichtenweiser Aufbau von verkleisterten Papierstreifen verstanden. Hierbei handelt es sich um die so genannte Kaschiertechnik?.

Für die Herstellung werden in Stücke gerissenes Papier und Kleister zu einem zähen Brei vermischt. Nach der Trocknung erhält dieser Brei eine gewisse Festigkeit. Pappmaché eignet sich daher gut zum Modellieren, braucht aber recht lang zum Trocknen und schwindet stark.

Es wird von bestimmten Chemikalien angegriffen, so verfärbt es sich durch Salpetersäure bräunlich und durch Schwefelsäure, die hygroskopisch wirkt, schwarz. Soweit die offiziellen Quellen.

Vorgehen

Da in der Gruppe kaum jemand über ausreichende Erfahrungen, im Bezug auf Pappmaché, besitzt, hat sich die Gruppe entschlossen zunächst mit dem Material zu experimentieren. Dazu werden kleine Normkörper hergestellt. Diese sollen eine Größe von circa 10 x 10 x 10 cm haben. Zusätzlich soll das Ausgangsmaterial aus verschiedenen Grundbestandteilen bestehen wie z.B. Pappe von Verpackungskartons, oder einfachem weißen Papier, oder Eierkartons, oder üblichen Zeitungspapier. Mit diesen einfachen Objekten werden die Materialeigenschaften ermittelt. Ermittelt werden Bearbeitungszeit, Zugfestigkeit, Trockenzeit, und Bearbeitungsmöglichkeit. Wichtig für die Herstellung sind natürlich auch die Hilfsmittel zur Herstellung. Benötigt werden Mischer oder Rührer, das Wasser, und Heißwassergerät, der Kleister, und zur Entwässerung des entstandenen Zellulose-Breis ein geeignetes Stück Textilie.

Ein wichtiger Bestandteil für das Pappmaché ist der Kleister. Dieser kann einfacher Tapetenkleister sein, aber auch spezieller Kleister auf der Basis von Methylcellulose. Am Ende entscheiden die Materialeigenschaften. Spezieller Kleister ist kostspieliger aber er erhöht die Festigkeit.

Danach sollen Grundformen entstehen, die möglichst vielseitig verwendbar sind. Diese Ausgangsformen, wie z.B. Platten, Kugeln, Quader, werden dann in den entstehenden weiteren Gruppen Verwendung finden. Die Vorgabe für die Maßnahme ist das Herstellen und Reparieren von in Kindergärten verwendeten Spielzeug, dazu brauchen die entstehenden Objekte besondere Eigenschaften, wie Keimfreiheit, Festigkeit, Handhabbarkeit für Kinderhände, und eine Größe die von den Kindern nicht verschluckt werden kann.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt werden die weiteren Gruppen, die Pappmaché als Grundmaterial verwenden, sein: Tastkasten, Puppen und Brettspiele.

Ausgangsmaterial

  1. Eierkartons
  2. Zeitungspapier
  3. vernichtete Akten
    • Vorteil: schon geschreddert
    • Nachteil: zu glattes Papier

Herstellung von Pappmacheé

  • Erst einmal das Video anschauen und sich mit den Handgriffen anfreunden.
Drück mich!
  • Das Papier sollte eine möglichst unbehandelte Oberfläche haben. Besonders geeignet sind alte Zeitungen.
  • Für die Herstellung der Pappmacheé sollte ein pH-neutraler Kleister auf Basis reiner Methylcellulose verwendet werden. Reine Methylcellulose ohne Zusätze wird deutlich seltener als Fertigkleister angeboten. Sie sollte am Vortag angesetzt werden, dafür ist sie lagerstabiler und ergiebiger. Verwendet werden kann z.B. der von der Firma Henkel hergestellte Metylan NP Neuputzkleister. Dieser ist allerdings mit fast 20 Euro relativ kostspielig. Natürlich kann es auch jeder andere billig Kleister sein. Aber am Ende zählt das Ergebnis.
  • Hier hat jemand einen Vergleichsversuch Holz-Masché ./. Pappmasché gemacht.

Oberflächenbehandlung

Pappmaché kann mit Schleifpapier, einem scharfen Messer oder einer Feinsäge bearbeitet werden. Da es elastisch sein kann, sollte es nicht mit Hammer und Meißel aufbereitet werden. Es besitzt eine relativ hohe Zugfestigkeit.

  1. Fein modellieren / Struktur
  2. härten
  3. bemalen
  4. lackieren

 
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