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Der Schulgarten, die Philosophie

In einem Aspekt des modernen Lebens greifen Großstadthektik, sozialer und wirtschaftlicher Existenzstress, Medien und lärmende Kinderwelt ineinander: Bei der Erzeugung einer vom rastlosen Getöse, von Lärm, Verwahrlosung, Schnellebigkeit und Unaufmerksamkeit zerfressenen Lebenswelt.

Die Garten-AG der Rosa-Parks-Schule setzt an dieser Stelle kindgerechte Kontrapunkte. Für das Schulleben aktiviert sie den Schulgarten mit seinen vielfältigen Möglichkeiten als Oase für Momente der Stille, des Innehaltens, des forschenden In-Sich-Gehens. Sie versucht damit auch alltagspraxisch - dieser übrigens am Mittelmeer, in Griechenland geprägten - Urbedeutung des Wortes "Schule" wieder etwas mehr Geltung zu verschaffen.

Auf kleinem Raum lässt der Schulgarten die Kinder die vielfältigen Aspekte des Verhältnisses von Mensch und Natur in der Kulturlandschaft erleben, erahnen und für sich selbsttätig zu erproben.

Elemente wie die in Ruhe sich selbst überlassene Wildnis, die Kulturlandschaft, Nutzgarten, Schmuckgarten, Park und künstlerisch gestalteter Garten werden durch die Kinder unter minimaler Anregung, Anleitung und Begrenzung in so etwas wie einem Fließgleichgewicht gehalten.

Durch das hoch beanspruchte großstädtische Umfeld mit seinem hohen Nutzungsdruck - augenfällig schon am Zustand des Schulhofgeländes in unittelbarer Umgebung - gewinnen die Aspekte Schonung, Schutz und extensiven Nutzung als Erholungsraum eine besondere Bedeutung beim praktischen und pädagogischen Umgang mit dem Garten.

Nutzungskonzept

Im Schulgarten erhalten die Kinder ein Umfeld für spielerisches Lernen mit vielfältigen Möglichkeiten und Anregungen,

  • zum Kennenlernen von Flora, Kleinfauna und Boden
  • gärtnerisch tätig zu werden,
  • selbst Gezogenens zu ernten und zu verzehren
  • in umweltpädagogischer Hinsicht,
  • zum kreativen Umgang mit Naturmaterialien Holz, Pflanzenmaterial, Stein, Erden
  • sich künstlerisch zu betätigen,
  • zur Ruhe zu kommen, zum Wechsel in eine behutsame und leise Gangart
 + + + etwa ab hier I N  A R B E I T

Die Betreuung des Schulgartens Pflege - zeigt sich nur im jäten, es erstreckt sich gleichermassen auf die Ausbalancierung konkurrierender Nutzungen.

Methoden / Pädagogik

Aus der vorgefundenen Situation, einem für mehrere Jahre in Dornröschchenschlaf verfallenen und verwilderten, ursprünglich mit gartenarchitektonischer Expertise angelegten Schulgarten und der Anforderung, einer anfänglich schnell wachsenden Schar Kindern eine produktive Lern/Spiel-Situation zu schaffen, sowie anfänglichen Überanstrengungserfahrungen entwickelte die Garten-AG seit 2011 eine in vieler Hinsicht extensive, situative Vorgehensweise.

  1. socialise (Kinder, Gruppendynamik, Beziehungen, Aktionen etc.)
  2. care (Das Emsemble)
  3. Fragen, Interessen der Kinder aufgreifen
  4. (vor) anregen (durch eigene Tätigkeit)
  5. (vor) beauftragen
  • Einfachste laufende Pflege, immer beginnend mit dem Auflesen herumfliegenden Plastikmuells
  • Kleinste Eingriffe
  • gestaltende Eingriffe bleiben weitgehend den Kindern vorbehalten.

Sichtbares Erfolgskriterium dieses Handlungskonzepts ist die natürliche Anmut, mit welcher sich die kleine Gartenlandschaft Kindern und Besuch präsentiert.

Nutzungen

  • Naturerfahrung (-> Sachkunde, alle Kinder)
  • Bodenvorbereitung, pflanzen, sähen, pflegen, ernten (kontinuierlich)
  • Einfaches Beispiel für Ernten, Verarbeiten und Verzehren: Oregano
  • Kräuter für die Schulküche, Powerbrote und die Küche zu Hause, Weinblätter
  • Garten als Ort der Rekreation - Garten der Stille
  • kleine Feiern
 
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