Pädagogik > Vornamen schreiben <

Vorschul-Untericht


Lerneinheit: Eine Grusskarte mit Vornamen

Material:

  • Zur Ansicht, einschlägige Plakate mit dem Alfabet, den Tieren, Gegenständen
  • Große Lettern A-Z mit aufgeklebten Reliefs aus Schmirgelpapier. Vokale und Konsonanten? auf unterschiedlichem Farbgrund
  • Selbstgefertigte Dubletten mehrfach benötigter Buchstaben
  • Dicke Buntstifte, Wachsmalstifte
  • Große Bogen Papier in zwei Stärken

Planung:

  • max. 4 Kinder, die lernen möchten, ihren Vornamen zu schreiben
    • Unterstützung durch Ältere, die es bereits können
  • Dauer: 30 Minuten
  1. Zusammensetzen des Namens mit den Buchstabenkarten
    1. Zuordnung Laute -> Buchstaben "Wer hat ein "Ssss" in seinem Namen?" "Wer findet das "eS"?
    2. Legen des Namens
  2. Verinnerlichen der Formen
    1. Abfahren der Reliefs mit dem Finger
    2. Alternative: Den aus den Karten zusammengesetzten Namen abschreiben oder im ersten Schritt Relief durchschraffieren? (Stifthaltung, Stiftführung!)
  3. Schreiben des Namens
    1. Versuch den Namen, ersten Buchstaben, selbstständig abzuschreiben
    2. Bei größeren (!) Schwierigkeiten: Lotsen durch den Zeigefinger
    3. Abschluß: Namen auf die Grusskarte schreiben

Vorbereitung:

Da die Buchstaben A,E,C,N,S bei einigen Kindern doppelt gebraucht wurden, schnitt ich (in Anwesenheit der Kinder) aus Karton die fehlenden Buchstabenkarten. Kinder, die sich für meine Tätigkeit interessierten, bezog ich dabei beläufig mit ein, fragte u.a. ob sie ihren Namen auf ein vorbereitetes Blatt schreiben mögen oder sie ihren Namen aus den bereitliegenden Karten zusammensetzen können. Dadurch gewann ich einen Eindruck vom Kenntnisstand und Interesse der Kinder.

Beteiligte:

SILAS, 4 Jahre, hatte bisher noch nicht versucht, seinen Namen zu schreiben, war aber entschieden es zu probieren und zeigte Konzentration und Ausdauer.

ANTONIA, gerade 3 Jahre, aber "ich bin schon groß", hatte mir bei der Vorbereitung stolz MATOMA, noch schwer leserlich, aufgeschrieben. Sie begann dabei richtig mit dem A, schrieb dann jedoch ein M vor das A. Dann wieder richtig, wenn auch kaum erkennbar weiter mit T und O, dann wieder ein M statt N, läßt das I aus und endet richtig auf A.

Mehrere größere Kinder als Tutoren

Durchführung:

  1. Beginn: Vorstellungsrunde.
  2. Als erstes tauchte die Frage auf, weshalb ein kleiner Teil der Lettern (die Vokale) blau sind. Ich ließ die blauen Lettern raussuchen und fragte, wer die Laute kennt. Fragerunde, wer hat ein "A" im Namen, ein "I". Arbeit mit den Lauten "S" und "L"
  3. Arbeit mit SILAS
    Mit Unterstützung der Älteren setzen wir den Namen SILAS aus den Lettern zusammen. Nachfahren der Buchstaben mit dem Finger. SILAS versucht nun seinen Namen zu schreiben, schrieb beim ersten Versuch das S aber wie eine spiegelverkehrte 3. Ich schalte daraufhin auf Durchpausen der Lettern zurück. Nach kurzer Anleitung führt er das selbstständig aus. Als er damit fertig ist, lasse ich ihn seinen Namen schreiben, sehr groß, in dem er meinem Finger folgt. Danach schreibt er seinen Namen erstmals selbstständig.
  4. ANTONIA wird im Kinderladen auch als TONI angesprochen. Meinen entsprechenden Vorschlag zur Vereinfachung, zunächst mit TONI zu beginnen, lehnt sie aber ab. Es sollte schon ihr voller Name sein. Also bitte ich sie, alle benötigten Buchstaben auszuwählen. Die größeren Kinder unterstützen, A. ist jedoch noch überfordert, die Lettern in die richtige Reihenfolge zu bringen. Ich reduziere das Lernziel darauf, "M" und "N" zu unterscheiden, was auch gelingt, aber ihre Konzentration reicht nun nicht mehr, ihren Namen auszuschreiben, es bleibt für heute bei ANTON.
 
Suche
edit / Home