dnak > DANGER <

DANGER!

Nationalsozialistische Wirtschaftsideologie

Antisemitismus

 


(in memoriam Rudolf Hilferding)

Werte Genossen!²

Ihr wendet euch, was hiermit gewürdigt sei, gegen den Kapitalismus, verwendet dabei jedoch, sicher ohne dass ihr da gründlicher drüber nachgedacht habt, Metaphern und Erklärungsmuster wie "Gier", "Geld", "Spekulanten", "Bankster", "Finanzkapital", "Zins" "Systemfehler" und was der Schlagworte der verdrehten Darstellung der bürgerlichen Verhältnisse mehr sind.

Bei "Mammon", "Geldsystem", "internationale Hochfinanz" wird, so vermuten oder hoffen wir doch zumindest sehr, der Einen oder dem Anderen dann doch langsam mulmig. Seid hiermit gewarnt und ganz dringend ermutigt, diesem Unwohlsein sowohl politisch als auch theoretisch auf den Grund zu gehen und eure Beschreibung der Verhältnisse beim nächsten Mal entsprechend zu ändern.

Alle hier genannten Topoi entstammen einem logisch geschlossenen, realitätsresistenten "Denk"-System und der totalitären Demagogie der Nationalsozialisten, namentlich ihrem wirtschaftspolitischen Vordenker Gottfried Feder³ sowie den Antisemiten Sivio Gesell u. a.

 

Ihr macht euch, in dem ihr eure Kritik an den Verhältnissen in vermeintlich harmlose, allgemein­verständliche Verkürzungen verpackt, zu nützlichen Idioten einer antisemitischen Strömung die potenziell extrem gefährlich ist.

in diesem Sinne: Solidarische Grüße, weitermachen!

dnak


² Wir möchten euch mit dem Folgenden nicht düpieren, desavouieren, verurteilen, bloßstellen oder sonstwie in die vorschnelle Abwehr treiben. Wir müssen aber Kritik üben, eine wichtige, ja entscheidende, aber dennoch solidarische Kritik. Wir haben im übrigen den Eindruck, das Männer strukturell anfälliger sind für die Fehlleistungen, vor denen hier gewarnt wird und markieren dies, in dem wir euch, liebe Genossinnen, hier mal nicht adressieren, obwohl es euch im Einzelfall sicher auch betreffen könnte.

³ siehe Gottfried Feder: Das Manifest gegen die Zinsknechtschaft, Diessen 1919

 
Suche
edit / Home