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extremes Appeasement

"Ich habe die EGV erstmal unterschrieben, weil ich nicht gleich auf Konfrontation gehen wollte."

Leider ist das, was wir als extremes Appeasement bezeichnen, eine sehr weit verbreitete und sogar häufig empfohlene Strategie im Umgang mit den JobCentern. Diese Strategie ist natürlich völlig legitim für den Einzelnen. Sie mag auch in manchen Fällen sinnvoll sein. Bei sehr gut qualifizierten Anwendern, die von vorneherin sicher sind, dass sie sehr schnell wieder von Sozialleistungen unabhängig werden (zum Beispiel, weil der unterschriebene Arbeitsvertrag für die nächste Stelle schon vorliegt), kann diese Strategie eventuell zielführend sein. Allerdings gilt auch für diesen Personenkreis der formalisierte "Neukundenprozess", bei dem der Druck, eine EGV zu unterschreiben, sehr gross ist, und die Möglichkeit, eigene Vorstellungen einzubringen, sehr gering sind. Dies kann in jeder Lebenslage zu Problemen führen, bei denen man mit Appeasement überhaupt nicht mehr weiter kommt. Daher sollte man sich der Folgen dieser Strategie bewusst sein.

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Es ist auch nicht richtig, dass Appeasement automatisch immer die richtige Reaktion ist, wenn man sich eingeschüchtert oder ängstlich fühlt. Gerade dann kann man sich überlegen, ob man sich besser fühlt, wenn man ein wenig aus der Defensive herauskommt.

Extremes Appeasement bedeutet, dass es ganz beim JobCenter liegt, was "auf Konfrontation gehen" bedeutet. Die Zumutung, eine EGV zu unterschreiben, ohne sie vorher zur Prüfung mit nach Hause zu nehmen, kann man auch als ein "auf Konfrontation gehen" des JobCenters betrachten. Aus der Sicht des extremen Appeasement kann dies nicht mehr wahrgenommen werden, dies macht jede Auseinandersetzung damit unmöglich.

Ausser bei der Variante, wo das Appeasement rein äusserlich bleibt, natürlich.

 
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