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Zentrum Kreuzberg aka NKZ

Eine chronologische Zusammenstellung der Ereignisse und wirtschaftlicher Fakten.

Alle Angaben ohne Gewähr, zur weiteren Unterfütterung!

1968 Planungsphase

  • Grundstückserwerb: Alteigentümer profitieren von Grunderwerb deutlich über Verkehrswert

Ende 1969

wird eine Baugrube ausgehoben, weil aus fördertechnischen Gründen noch in 1969 mit dem Bau begonnen werden muss. Die Baukosten werden mit 71,5 Millionen DM veranschlagt, 39 % müssen als Eigenkapital aufgebracht werden.

1970

Architekten und Bauherren stellen ihr Modell des nkz in Kreuzberg vor.

1971

25.2. Bebauungsplan verabschiedet

  • Anleger vor allem aus München Stuuttgart und Köln geben als Anteilseigner Startkapital. Die Möglichkeiten zur Abschreibung sind mit 200% genau so bemessen, dass Steuerpflichtige, die den Spitzensteuersatz schulden, effektiv kein eigenes Kapital einbringen, sondern nur Geld nach West-Berlin geben, welches sie anderenfalls ihren lokalen Finanzämtern als Steuern hätten berappen müssen, ein extremes Subventionsmodell für die Frontstadt West-Berlin.

Im ersten Halbjahr '71 werden 270 Kommanditisten mit einer typischen Einlage von 50.000DM geworben. Die Mindesteinlage beträgt 25.000, größe Anteile gehen hoch bis 250.000 DM. Die benötigten 28 Mio. kommen aber nicht zusammen. Die von TSS besungenen Schmidt, Press & Strauss nehmen ihre je eine Millionen wieder raus verlassen kann die KG nicht GmbH bis Ende 1972 noch 70 weitere

November Private Bauherrengesellschaft bringen kaum die 28,2 Eigenkapiutal uy gepl. Baukosten von 73,2 Mio. zusammen,

  • es werden

fusionieren mit Günter Schmidt. Jetzt entgegen den ursprünglichen Plänen - im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus. Der Westliche Teil wird abgespalten, GSW baut das Altenheim.

Bauzeit 1972-1974

WBK pr[ft Landesb[rgschaft f[r Hzpothek

  • Grundsteinlegung: 7. August 1972
  • Eigenkapital / Kapitalmarkt / Förderung ?
  • Architekten: Johannes Uhl, Wolfgang Jokisch

In der Bauphase stand noch nicht mal fest was da genau gebaut werden sollte mal dieses 997 dann wieder 12 Geschosse daher resultiert teilweise die schlechte Erschließung die wir wegen der Unklarheiten zig mal ändern mussten und ohne festgesetzten Übungsplan war man sicher ob das auch alles so bleiben durfte bis zur Fertigstellung haben die in einer Tour Änderungen gemacht

  • '''295 Wohnungen, 17.300m²
  • 95 Läden, 11.800m². Die Planung der Gewerbeflächen weist von Anfang an Mängel auf, wird später der Rechnungshof feststellen.
  • Der Bau muß zum Jahresende 1974 fertiggestellt werden, sonst fällt er unter ein novelliertes Berlin-Förderungsgesetz mit eingeschränkten Abschreibungsmöglichkeiten.

Winters> ein Neubau mu- erneuert werden die Finanyierungsgruppe warwegen einiger Datails und Feinheiten des BFG unter extremem Yeitdruck und mu-te den Bau bis yum Ende dese Jahres 1974 fertigstellen

 rabiater Umganhg mit Entmietungen

/ Bauqualit't bis in die Deatils schlecht un[berlegt wirr und tyeilweise unbrauchbar

  • 24 Mai Richtfest
  • 2 Parkhäuser - fast völlige Fehlplanungen
  • Baukosten (in €) 48,3 Mio.(gepl. 41,2).

++ 46 Mio. DM (Wohnteil) 7 49 Mio. DM (Gewerbeteil) (Q: Winters, Beer/Musch S.) Genannte Höchstsumme 112 Mio. DM

1974 bezugsfertig:

Gemäß Berlinförderungsgesetz konnte damit die größtmögliche Kapitalmenge abgeschrieben werden.

Juni 1976 Krise #1

  • Mieteinnahmen bleiben hinter den Erwartungen zurück
  • Schulden können nicht getilgt werden
  • Konkurs droht
  • Zwangsverwalter wird eingesetzt.Notgeschäftsführer: P.Ackermann
  • Situation verschlimmerte sich weiter.

1977

Fertigstellung des Westteils durch die GSW.

  • 350 Kommanditisten fließen 20% nach

November 1978

Werden die Gläubigerbanken vom Senat voraussichtlich bis zu 35 Millionen aus Bürgschaften fordern

  • Konkursverfahren eröffnet.

Mai 1979 Konkursverfahren eröffnet die Gesellschaft gilt gerichtlich als aufgelöst

Juli 1980

Des Landes augenblicklich Rücken Star Abschreibung sulb ist das erst sechs Jahre alte nkz Hauptgläubiger Helaba 34,4 Millionen hypothekenforderung II groß Gläubiger Berliner Pfandbriefbank 31,3 Millionen

September 1980

  • liegt Sanierungskonzept vor, das vom Senat und der WBK (heute IBB) mitgetragen wurde. Zentraler Bestandteil war die Übernahme der Schulden durch die WBK.
  • Sanierungskonzept geht nicht auf, Schulden können weiterhin nicht getilgt werden.
 Juni 1981 Konkursverfahren offiziell eingestellt Oktober 1981 Rechtsanwalt Dr Götz Sozius des notgeschäftsführers zum später alleinigen Geschäftsführer bestellt

1984 - IBA

  • Das brachliegende Parkhaus in der Dresdener Str. wird abgetrennt und zur KITA umgebaut.

Februar 1985 II nach Zeichnung im Schnitt 30% auf die Einlage 1977 70 Kommanditisten beteiligen sich nicht mehr Juni1988

Herbst 1998

  • Rechtsanwalt Peter Ackermann übernimmt die Geschäftsführung der NKZ-Gesellschaft.

2004 - Krise #2

  • noch immer "arbeitet" das Zentrum unwirtschaftlich
  • 30. Jahr, Aufwandsdarlehen müssten jetzt eigentlich auslaufen
  • 52 Mio.€ öffentliche Mitteln sind seit Baufertigstellung in das Objekt geflossen (Per Saldo?)
  • Die Wohnungen sind praktisch voll vermietet, werfen 867.000 pro Jahr ab
  • Ein Viertel der Gewerbeflächen steht leer, die anderen erbringen 1,27Mio/Jahr
  • 24,9 Millionen Euro an Aufwendungsdarlehen sind offen. Diese werden, um nicht im Konkurs abzurauchen, gestundend, also Zinsen und Tilgung ausgesetzt.
  • Instandsetzungsbedarf auf 4,25 Mio (nach Gutachten der IBB)
  • Durch Privatisierung GSW fällt das Altenheim an DW

2005

  • Erste Rate Fördergelder werden zurückgezahlt. Darlehen erneut verlängert, bis ins Jahr 2060

2010er

  • Das Gebäude wirft jetzt etwa 3 Mio./Jahr ab (wohl vor Instandhaltung?) nach anderen Berichten liegen die Roherträge bei 6 Mio/Jahr

2013

Altenheim von der GSW/Deutsche Wohnen an den Immobilienunternehmer Gijora Padovicz verkauft

Ab 2015

  • Zwei der maroden Lifts werden durch neue ersetzt
  • Die Fassaden werden renoviert.
  • Geschätzte Ersatzinvestitionen: 1,2 Mio€

2016

  • Das "Altenheim" wird von Padowicz (vgl. http://www.taz.de/!300575/) gekauft.
  • Er beginnt, auch Kommanditisten des NKZ Anteile abzukaufen.

Anfang 2017

  • konstituiert sich ein neuer Mieterrat
  • Lt. Ackermann fordert die IBB ihre Darlehen zurück. Wenn es stimmt, dass sie tatsächlich alles auf einen Schlag zurück haben will, stehen die Eigner nun unter maximalem Druck....

April 2017

  • Verkauf an die GEWOBAG für 56,5 Mio., Die Kommanditisten werden wohl 11,5 Mio. abgefunden, die ca. 39 Mio. Darlehen der IBB werden jetzt auf einen Schlag abgelöst, 6 Mio. sind angeblich Steuerschulden (?)
  • Es besteht ein Investitionsbedarf von 7,2 Mio in der kommenden Dekade

Locations

Quellen, Presse

Monika Müller die lange Geschichte des neuen Kreuzberger Zentrums Theo Winters neues Kreuzberger Zentrum einen Neubau muss erneuert werden in Stadt Erneuerung in Berlin West Perspektiven einer Bestandsentwicklung Politik Berlin 1989 Harald Bodenschatz Schluss mit der Zerstörung Stadt Hamm Neuerung und städtische Position in West Berlin Amsterdam und London werkbundarchiv Band 11, 1983

 
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