2012052419 <

Trend-Gespräch Organisation & Programm Nr.7 am 24.05.2012 im Café Commune


Männer und Emanzipation

Ggenstand des Gesprächs war das auffällige Verstummen von Männern in der Geschlechterfrage, wie es im Zusammenhang des NaO-Ansatzes beschrieben wurde. Das Ziel bestand darin, entsprechende Erfahrungen aus Männergruppen seit den 1970er Jahren nutzbar zu machen für die Stärkung des profeministischen Aspekts der angestrebten Organisation.


  1. Einladung
  2. Thesenpapier
  3. Referat .MP3
  4. Lesetipps

Verwendete Zitate

Prolog: Karl Marx: Der 18. Brumaire, Bürgerliche und proletarische Revolutionen

Zum Problem, genderneutral formuliert von Barbara Suhr-Bartsch:

"Der existenziell linke Kanon aus avantgardistisch-ideologischen Selbstbefriedigungen, dialektischen Haarspaltereien, gegenseitigen Verhackstückungen in inneren Zirkeln und unemanzipierter Zögerlichkeit in der Öffentlichkeit ist antiquiert. Eine solche Linke ist nicht fähig, die wachsende Mehrheit der Systemskeptiker oder -verweigerer überzeugend mitzunehmen, da sind die Rechten weiter. " (Hervorhebungen von mir, mk)

Die Rolle profeministischer Männer

Aus einem Bericht zur Veranstaltung „Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk“ (im Tristeza, Internationale KommunistInnen)

Die Urszene dazu:

SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt 13. September 1968

Helke Sander REDE DES AKTIONSRATES ZUR BEFREIUNG DER FRAUEN

Die Hilflosigkeit und Arroganz, mit der wir hier auftreten müssen, macht keinen besonderen Spaß. Hilflos sind wir deshalb, weil wir von progressiven Männern eigentlich erwarten, daß sie die Brisanz unseres Konfliktes einsehen. Die Arroganz kommt daher, daß wir sehen, welche Bretter ihr vor den Köpfen habt, weil ihr nicht seht, daß sich ohne euer Dazutun plötzlich Leute organisieren, an die ihr überhaupt nie gedacht habt und zwar in einer Zahl, die ihr für den Anbruch der Morgenröte halten würdet, wenn es sich um Arbeiter handeln würde. Genossen, eure Veranstaltungen sind unerträglich. Ihr seid voll von Hemmungen, die ihr als Aggressionen gegen die Genossen auslassen müßt, die etwas Dummes sagen oder etwas, was ihr schon wißt.

Kurz nach diesem Ausspruch von Helke Sander flog, weil er, wie ihr ganzes Referat, unbeantwortet bleiben sollte, die legendäre Tomate am Kopf des Genossen Hans-Jürgen Krahl vorbei.


Die anschließende Diskussion über Erfahrungen und Umgangsweisen der profeministischen Männergruppen mit dem Phänomen des männlichen Schweigens zu den gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen sowie zu den Thesen war lebhaft, verharrte aber im Sprunghaften und Beliebigen. Sie war zudem durch die auffällig heterogene (und weitestgehend unorganisierte) Zusammensetzung des Publikums bestimmt.

Epilog: http://mphase.tumblr.com/post/20659645058/ich-halte-in-einem-gewissen-sinn-diesen-begriff


Quellen

  1. Barbara Suhr- Bartsch: Eine wirklich ‚Neue Linke’ muss emanzipatorisch sein- oder sie wird nicht sein, 2007
  2. Die Veranstaltung im tristeza ist ungewöhnlich gut dokumentiert, ein zweiter Bericht wurde von Anne Seek verfasst: http://www.trend.infopartisan.net/trd1011/t391011.html
  3. Einladung zu dieser Veranstaltung auf der NAO-Seite

Noch nicht zur Sprache gekommenes / Material

  1. Valerie Solanas:
  2. Georg Lukacs: Methodisches zur Organisationsfrage -> Revolutionierung der Revolutionäre.
 
Suche
edit / Home